| Für die Kalibrierung einer Ionisationskammer ist neben der Kenntnis der Dosisleistung unter Bezugsbedingungen auch die Messung des jeweiligen Ionisationsstromes notwendig. Je nach der Bauart der zu kalibrierenden Ionisationskammer liegt dieser Strom üblicherweise zwischen 1·10-12 A und 1·10-10 A. Zur präzisen Messung solch kleiner Ströme wurde der in der nebenstehenden Abbildung gezeigte Messplatz aufgebaut.
Mit Hilfe eines rauscharmen Elektrometerverstärkers wird zunächst eine dem Ionisationsstrom proportionale Spannung im Bereich von 0...10 V erzeugt. Diese Spannung wird mittels eines Spannungs-Frequenz-Wandlers in eine proportionale Frequenz im Bereich von 0...10 kHz umgesetzt. Ein nachgeschalteter Zähler zählt die Anzahl der Frequenzpulse am Ausgang des Spannungs-Frequenz-Wandlers während eines bestimmten Zeitraumes (üblicherweise 30 s). Der Quotient aus der Anzahl der gezählten Frequenzpulse und der Zeitdauer liefert eine mittlere Frequenz, aus der - nach entsprechender Kalibrierung des gesamten Messplatzes - der mittlere Ionisationsstrom während dieses Zeitraumes bestimmt werden kann. Diese Mittelung über einen bestimmten Zeitraum hat den Vorteil, dass hochfrequente Rauschanteile eliminiert werden.
|
Der ionometrische Messplatz
|