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Kalibrierung von Therapiedosimetern zur Anzeige der Wasser-Energiedosis

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Falls Sie Ihr Dosimeter in den Referenzstrahlungsfeldern der PTB kalibrieren lassen wollen, ist die erforderliche Vorgehensweise hier beschrieben.

Zur Kalibrierung eines Dosimeters in Einheiten der Wasser-Energiedosis wird die Dosimetersonde - im Allgemeinen  eine Ionisationskammer - im Wasserphantom mit 60Co-Strahlung bestrahlt. Die nebenstehende Abbildung zeigt den typischen Messaufbau: das Wasserphantom mit einer zu kalibrierenden Ionisationskammer vor der Gamma-Bestrahlungsanlage.
 

Für die Kalibrierung einer Ionisationskammer ist neben der Kenntnis der Dosisleistung unter Bezugsbedingungen auch die Messung des jeweiligen Ionisationsstromes notwendig. Je nach der Bauart der zu kalibrierenden Ionisationskammer liegt dieser Strom üblicherweise zwischen 1·10-12 A und 1·10-10 A. Zur präzisen Messung solch kleiner Ströme wurde der in der nebenstehenden Abbildung gezeigte Messplatz aufgebaut. 

Mit Hilfe eines rauscharmen Elektrometerverstärkers wird zunächst eine dem Ionisationsstrom proportionale Spannung im Bereich von 0...10 V erzeugt. Diese Spannung wird mittels eines Spannungs-Frequenz-Wandlers in eine proportionale Frequenz im Bereich von 0...10 kHz umgesetzt. Ein nachgeschalteter Zähler zählt die Anzahl der Frequenzpulse am Ausgang des Spannungs-Frequenz-Wandlers während eines bestimmten Zeitraumes (üblicherweise 30 s). Der Quotient aus der Anzahl der gezählten Frequenzpulse und der Zeitdauer liefert eine mittlere Frequenz, aus der - nach entsprechender Kalibrierung des gesamten Messplatzes - der mittlere Ionisationsstrom während dieses Zeitraumes bestimmt werden kann. Diese Mittelung über einen bestimmten Zeitraum hat den Vorteil, dass hochfrequente Rauschanteile eliminiert werden. 


Der ionometrische Messplatz

Neben dem Ionisationsstrom werden mit dem Messplatz auch der Luftdruck sowie die Temperaturen der Luft und des Wassers im Phantom erfasst. Die Kammerspannung wird erzeugt und gemessen, und der Messplatz enthält Vorrichtungen zur regelmäßigen Kalibrierung aller beteiligten Messgeräte. 

Der Messplatz und die Bestrahlungsanlage werden per Computer gesteuert.


© Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Erstellt am: 18.03.2004, letzte Änderung: 20.07.2011, Webmaster Abt. 6