Durch Bestrahlung mit Neutronen in einem Reaktor kann aus dem
stabilen Element
59Co radioaktives
60Co
erzeugt werden. Dieses zerfällt mit einer Halbwertzeit von
T1/2 = 1925,5 d zu
60Ni.
Beim Zerfall eines
60Co-Atomkerns werden ein Elektron
(
b--Zerfall) mit der
Energie 317,9 keV und zwei Gammaquanten mit den Energien
1,173 MeV und 1,332 MeV freigesetzt.
Die in den Bestrahlungsanlagen verwendeten 60Co-Strahlungsquellen bestehen in der Regel aus aktivierten Scheiben oder kleinen Pellets metallischen Cobalts, die in zylindrische Edelstahlbehälter eingeschweißt sind. Da die beim 60Co-Zerfall entstehende Betastrahlung (Elektronen) sehr stark mit Materie wechselwirkt, wird sie bereits in der Quelle oder deren Umhüllung absorbiert - es dringen also nur die beiden Gammaquanten nach außen. Jedoch auch diese können bereits im Inneren der Strahlungsquelle oder der Umhüllung wechselwirken (vorwiegend durch Compton-Streuung), wodurch sich ihre Energie verringern kann. Im Ergebnis beobachtet man im Spektrum der von einer typischen 60Co-Strahlungsquelle emittierten Gammastrahlung nicht nur die beiden Linien bei den Energien 1,173 MeV und 1,332 MeV, sondern auch einen Anteil von Strahlung niederer Energie. Die folgende Abbildung zeigt ein typisches Spektrum einer 60Co-Strahlungsquelle.
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Aufbau einer typischen 60Co-Strahlungsquelle
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Man erkennt hier die beiden starken Peaks bei den Energien 1,173 MeV und 1,332 MeV und den schwächeren Anteil niederenergetischerer Strahlung. Da die Art der Wechselwirkung der Gammastrahlung stark vom Aufbau der Strahlungsquelle (und der gesamten Bestrahlungsanlage) abhängt, können sich die für verschiedene 60Co-Quellen erhaltenen Spektren unterscheiden.