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Aktuelle Messergebnisse der PTB

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Messung radioaktiver Nuklide in der Luft

Nach dem durch ein Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami im März 2011 ausgelösten Reaktorunfall im japanischen Fukushima wuchs auch in der hiesigen Bevölkerung die Sorge vor einer zusätzlichen Strahlenbelastung. Zwar wurden Spuren künstlicher radioaktiver Stoffe, die ihren Ursprung in Japan hatten, auch an den bundesdeutschen Messstellen registriert. Die hier gemessenen Werte waren jedoch unbedenklich. Die Dosisbeiträge durch die abgelagerten Radionuklide werden dies nach allen seriösen Prognosen auch bleiben.

Um Menge und Art radioaktiver Stoffe in Luft und Boden schnell und genau erfassen zu können, gibt es bundesweit ein Netz von Messstellen, das natürliche und künstliche Radionuklide erfasst und als Langzeitmessreihen beobachtet. An diesem Messnetz ist auch die PTB-Arbeitsgruppe "Umweltradioaktivität" mit ihrer Spurenmessstelle zur Messung radioaktiver Stoffe in der Luft beteiligt.

Die von der PTB normalerweise im Wochen- und Monatsrythmus ermittelten Werte wurden während des Durchzugs der mit Radionukliden aus Fukushima kontaminierten Luftmassen um tägliche Messungen ergänzt, die der Öffentlichkeit in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zur Verfügung gestellt wurden. Allerdings sind diese "nackten Daten" für den Laien wenig aussagekräftig. Damit die Nutzer beim Lesen der Zeitung und in den Tages-Fernsehnachrichten stets den Überblick behalten konnten, werden hier weitere Informationsquellen angeboten (Stand August 2011 bei Einstellung der aktuellen Berichterstattung):

Als eine Kurzinformation stellen wir Ihnen hier die täglichen Abläufe in unserer Spurenmessstelle vor, die bei aktuellen Anlässen wie dem Fukushima-Unfall erfolgen.

Anstatt die Staubproben immer "Von Montag bis Montag" zu entnehmen, wird dann täglich ein frisches Filter auf den Hochvolumen-Luftstaubfilter gelegt. Dadurch sinkt zwar die Messempfindlichkeit, man erreicht jedoch eine bessere Zeitauflösung, was z. B. bei sich häufig ändernden Randbedingungen die wichtigere Information sein kann. Die morgens vom Staubsammler genommene Probe wird normalerweise vor der Messung für einige Stunden gelagert. Damit wird erreicht, dass die kurzlebigen, natürlich radioaktiven Nuklide aus den Zerfallsreihen von Uran und Thorium zerfallen, die eine Messung mit einem Gammaspektrometer stören würden. Klingen diese natürlichen Radionuklide ab, erhöht sich die Messempfindlichkeit für künstliche Radionuklide. Man sagt "die Nachweisgrenze wird besser". Wird dagegen ein Messergebnis zur schnellen Feststellung von Veränderungen gewünscht, sollte eine Probe eher "früh" gemessen werden. Die Messergebnisse werden möglichst schnell zur Leitstelle beim Bundesamt für Strahlenschutz weitergeleitet. Die Leitstelle fasst die Ergebnisse aller deutschen Spurenmessstellen zusammen und bewertet sie radiologisch, bevor sie die Ergebnisse und deren radiologische Bewertung auf der Internetseite des BfS veröffentlicht.

Daneben werden die eigenen Ergebnisse der Spurenmessstellen in einem etwa 24-stündigen Abstand auf den Internetseiten der Betreiber der Spurenmessstellen aktualisiert. Weiter gehende Informationen finden Sie auf unseren Seiten zum Routinebetrieb.

Aktuelle Messergebnisse der PTB


Kontakt
Dr. Herbert Wershofen
Tel.: 0531-592-6120
E-Mail: Herbert.Wershofen@ptb.de


© Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Erstellt am: 24.03.2011, letzte Änderung: 22.08.2011, Webmaster Abt.6