Primäres Verfahren
zur direkten"in-line Kalibrierung" von Messzellen für die
Leitfähigkeitsmessung im Reinstwasserbereich erfolgreich erprobt
Mit einem neuartigen Verfahren ist es möglich, im Reinstwasserbereich
eingesetzte Leitfähigkeitsmesszellen direkt an eine primäre Messzelle
anzuschließen und mit vor Ort aufbereitetem Reinstwasser in-line, im
Wasserkreislauf zuverlässig zu kalibrieren.
Ringvergleich für den Taupunkt im Messbereich von
-20 bis +60 °C
Im Rahmen eines Ringvergleichs zwischen der PTB und sieben
DKD-Kalibrierlaboratorien wurden Taupunkte in einem Bereich von -20 bis +60
°C gemessen. Die Ergebnisse zeigen eine gute Übereinstimmung, lediglich
in einem Fall mussten Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden, um eine
gute Übereinstimmung mit der PTB zu erreichen.
Ringvergleich für den Druck im Messbereich 0,3
MPa absolut
Ein Ringvergleich zwischen der PTB und zehn DKD-Kalibrierlaboratorien zur
Druckmessungen im Absolutdruckbereich von 0 bis 0,3 MPa zeigte eine gute
Übereinstimmung. Die beteiligten Kalibrierlaboratorien sind in der Lage,
Kalibrierungen auf einer verlässlichen Grundlage durchzuführen.
Explosionsbereiche und Zündtemperaturen bei
erhöhten Ausgangsdrücken
Durch experimentelle Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass sich mit
steigendem Druck der Explosionsbereich für Dampf/Luft-Gemische deutlich
aufweitet. Die für die Zündtemperatur bei diesen Drücken
notwendige Brennstoffkonzentration liegt nahe der jeweiligen oberen
Explosionsgrenze.
Update der Datenbank CHEMSAFE ermöglicht Berechnung
der Normspaltweite von Gemischen
Die Inhouse-Version der Datenbank CHEMSAFE bietet in der aktuellen Version
ein weiteres Berechnungsverfahren an. Es ist möglich, die Normspaltweite
von Gemischen zu berechnen, wenn in der Datenbank die Normspaltweiten für
die Gemischkomponenten gefunden werden. Voraussetzung für dieses Verfahren
ist eine eindeutig definierbare Stöchiometrie. Da sich deshalb nicht
alle brennbaren Stoffe nach dieser Methode korrekt berechnen lassen, ist
in der Datenbank CHEMSAFE die Berechnung auf die Stoffe beschränkt,
deren Verbrennungsprodukte zweifelsfrei bekannt sind.
Mit dem Update 2005 wurden 44 reine Flüssigkeiten sowie 10 Gemische
brennbarer Flüssigkeiten neu in die Datenbank aufgenommen.
Flammen löschen mit porösen
Werkstoffen
Im Rahmen eines von der AiF geförderten Kooperationsprojektes werden
die grundlegenden Anforderungen an gesinterte Faserstrukturen für deren
Einsatz in explosionsgeschützten Geräten und Schutzsystemen untersucht.
Ein neuartiges eigensicheres
Energieversorgungskonzept
Mit dem Energieversorgungssystem DART ("Dynamic Arc Recognition Technology")
steht ein besonders für den Feldbereich geeignetes leistungsstarkes
eigensicheres Energieversorgungskonzept zur Verfügung, mit dem es gelingt,
den entscheidenden Nachteil der Eigensicherheit, den geringen Leistungsumsatz,
zu beseitigen. DART ermöglicht die Zulassung eigensicherer Betriebsmittel
im Sinne der ATEX - Richtlinie von bis zu 10 W auch bei Leitungslängen
bis zu 1000 m. Das Konzept beruht auf der schnellen Erkennung und Auswertung
anlaufender zündfähiger Zustände im Feld mit erforderlichenfalls
sofortiger Abschaltung. Dazu ist eine ganzheitliche sicherheitstechnische
Betrachtung aller im System integrierter Komponenten notwendig.
Verfahren zur Zündgefahrenbewertung von
explosionsgeschützten mechanischen Geräten
In mehreren PTB-Workshops wurde unter Mitwirkung von Herstellern
explosionsgeschützter Geräte eine systematische Vorgehensweise
und ein Berichtsschema zur Zündgefahrenbewertung diskutiert und den
Bedürfnissen des Anwenderkreises angepasst. Das Verfahren soll in die
harmonisierten Normen zur Richtlinie 94/9/EG einfließen.
Zündfähigkeit von mechanischen Funken in
explosionsfähigen Atmosphären
Im Rahmen des EU-Projektes MECHEX (Mechanical Ignition Hazards in Potentially
Explosive Gas and Dust Atmospheres; EU-Vertrag GRD2-CT-2001-30553) wurden
in der PTB Zündvorgänge durch einzelne, künstlich erzeugte
heiße Partikel in explosionsfähigen Gas- und Staubatmosphären
sowie Staubschichten untersucht.
"Erhöhte Sicherheit" - jetzt auch bei
umrichtergespeisten Antrieben ohne Festlegung des Umrichtertyps
möglich
Als Ergebnis eines Forschungsvorhabens gelang es, den Prüfaufwand für
umrichtergespeiste Antriebe der Zündschutzart "Erhöhte Sicherheit"
deutlich zu reduzieren und auch die Umrüstung bestehender, netzgespeister
Antriebe auf Umrichterbetrieb mit vertretbarem Aufwand zu ermöglichen.
Oberstes Ziel war, das bisherige Sicherheitsniveau keinesfalls abzusenken.
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