Physikalische Zündvorgänge
Simulation mechanisch erzeugter Zündquellen
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Immer dort, wo es durch bewegte Teile zu einer Reibbeanspruchung kommen kann (mischen, mahlen, fördern),
ist die Ausbildung einer Zündquelle potenziell möglich (mechanischer Funke, heiße Reibstelle). Bisher
existiert keine befriedigende theoretische Beschreibung der Funkenentstehung, die die Einkopplung der
eingetragenen mechanischen Energie in den fliegenden Funken oder die Temperaturverteilung der Reibstelle
beschreibt. Auch die Zündfähigkeit des fliegenden Funkens ist nicht systematisch beschrieben. Das Ziel
des Projektes ist ein besseres Verständnis der mechanisch erzeugten Zündquellen. Dies soll durch
theoretische Modellbetrachtungen sowie Simulationsrechnungen und deren Vergleich mit experimentellen
Ergebnissen aus der Literatur und eigenen Messungen aus den Forschungsvorhaben
"MECHEX" und "Ausschlusskriterien..." geschehen.
Die Entstehung von mechanischen Funken und heißen Oberflächen und deren Zündfähigkeit soll in
Abhängigkeit von Materialbeschaffenheit, Relativgeschwindigkeit, Kontaktfläche und Kontaktkraft bzw. -druck
betrachtet werden.
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Schematische Versuchsanordnung zur Erzeugung von Reibfunken
(zum Vergrößern auf das Bild klicken, 30 kB)
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Im Vorhaben "Ausschlusskriterien..." wurde hierzu eine
Reibapparatur errichtet, in welcher anhand der Eingangsparameter, wie Reibpartner,
Relativgeschwindigkeiten und Anpressdrücke, die möglichen Zündgrenzen bei verschiedenen
Atmosphären ermittelt werden sollen. Parallel zu diesen realen Versuchen soll nun eine Simulation
dieses Aufbaus erfolgen.
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Bildung von mechanischen Funken und heißen Oberflächen in der HSL-Reibapparatur
(zum Vergrößern auf das Bild klicken, 51 kB)
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Wie man anhand der letzten Abbildung erkennen kann, sind mehrere Zündquellen für die vorhandene explosionsfähige Atmosphäre denkbar. Auffällig erscheinen Funkenflug, heißer, wachsender Grat am geschliffenen Bolzen und auch die heißen, mitgezogenen Funken am Reibrad. Interessant ist auch noch die Temperatur in der Schleifstelle selbst. Eine Simulation sollte dieses reale Bild so weitgehend wie möglich wiedergeben können und, wenn möglich, Zündtemperaturen unter Einbindung der vorhandenen Atmosphäre vorhersagen können. Dazu sollen variable Eingangskenngrößen (Material, Kontaktdruck, Relativgeschwindigkeit) und deren Auswirkungen untersucht werden können.
Kontakt
| Ansprechpartner |
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Toni Ott
Tel.: 0531-592-3432
E-Mail:
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Anschrift |
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Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Arbeitsgruppe 3.73
Bundesallee 100
38116 Braunschweig
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