Physikalische Zündvorgänge
Differenzierte Ausschlusskriterien für mechanisch erzeugte Zündquellen
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Ausgangssituation
Mechanisch erzeugte Funken und heiße Oberflächen sind als mechanisch
erzeugte Zündquellen zu etwa 30% der Auslöser von Staubexplosionen in der staubverarbeitenden
Industrie. Die Ausbildung dieser Zündquellen ist dort möglich, wo es durch bewegte Teile zu
einer Reibbeanspruchung kommen kann, z.B. beim Mischen, Mahlen oder Fördern. Ein differenziertes
Beurteilungsschema für mechanische erzeugte Zündquellen könnte zu wirtschaftlicheren
Betriebsbedingungen führen. Ihre Beurteilung stellt einen Teil des Explosionsschutzes
dar, der als Teilgebiet der Sicherheitstechnik der Verhütung von Schäden durch technische
Produkte, Anlagen und Einrichtungen dient. Er umfasst technische Lösungen und gesetzliche
Bestimmungen zur Vermeidung der Gefahren durch explosionsfähige Atmosphären, die durch Normen
geregelt werden. Die Notwendigkeit und Bedeutung dieser Normen ist mit dem laufenden Fortschritt
in der Industrialisierung gewachsen.
Projektziel
In diesem Projekt soll die Funkenbildung in Abhängigkeit von Relativgeschwindigkeit
und Flächenpressung, d.h. die Kontaktkraft pro Flächenelement, untersucht werden. Dazu werden
verschiedene Werkstoffe in homogener und inhomogener Paarung auf ihre Funkenentstehung
untersucht. Die Beobachtung der physikalischen Vorgänge in der Reibstelle soll zum Verständnis
der Funkenentstehung beitragen. Anschließend wird damit die Zündung explosionsfähiger
Gemische charakterisiert. Hierfür wird durch Zündversuche in explosionsfähigen Atmosphären die
Zündfähigkeit der Funken beurteilt, um ein Zündkriterium aufzustellen.
Aufbau einer Reibapparatur
Die Reibstelle wird in der Reibapparatur durch einen Kontaktstift realisiert,
der mit einer konstanten Kraft auf eine rotierende Scheibe drückt. Über eine Drehmomentmesswelle
wird Drehzahl und Drehmoment bestimmt, ein Kraftaufnehmer misst die auf den Stift wirkende Kraft.
Die Entstehung von Einzelfunken wird mit einer Hochgeschwindigkeitskamera beurteilt. Sobald ein
heißes Partikel in einer Videosequenz den weißglühenden Bereich erreichte, wird ihm der
oxidierende Charakter eines Funken zugeschrieben. Bei ausgewählten Versuchen wird die Temperatur
in der heißen Reibstelle über ein in den Stift eingebettetes Thermoelement bestimmt.
Entstehung von Funken bei Titan
Veröffentlichungen
Welzel, F.: Untersuchungen zur Entstehung von Zündquellen bei tribologischen
Prozessen. Diplomarbeit TU Braunschweig 2007
Kontakt
| Ansprechpartner |
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Felix Welzel
Tel.: 0531-592-3436
eMail: Felix Welzel |
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Anschrift |
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Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Arbeitsgruppe 3.73
Bundesallee 100
38116 Braunschweig
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