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Arbeitsgruppe 3.72

 


 

Dienstleistung

Elektrische Antriebe

Prüfung und Zertifizierung von explosionsgeschützten elektrischen Antrieben

Zündschutzarten bei elektrischen Maschinen

Titel Elektrische Maschinen zum Einsatz in der Zone 1 können in verschiedenen Zündschutzarten ausgeführt werden, wobei das Ziel jeder dieser Zündschutzarten ist, eine Zündung der eventuell am Einsatzort der elektrischen Maschine vorhandenen explosionsfähigen Atmosphäre sicher zu verhindern. Als Zündquellen können bei elektrischen Maschinen heiße Oberflächen, elektrische Entladungen sowie mechanisch erzeugte Reib- und Schlagfunken in Erscheinung treten. Das Ziel der Zündschutzarten ist es nun, entweder die Entstehung dieser Zündquellen zu verhindern und / oder deren Wirksamwerden auf die umgebende Atmosphäre zu verhindern. Bei Geräten für den Einsatz in Zone 1 (Gerätekategorie II) muss auch beim Auftreten eines zu erwartenden Fehlers der Explosionsschutz noch gewährleistet sein. Die grundlegenden Anforderungen an die verschiedenen Zündschutzarten sind in der Norm EN 60079 im Teil 0 festgeschrieben.

Die Prüfung wird bei allen Zündschutzarten aufgegliedert in einen mechanischen und einen elektrisch-thermischen Teil. Bei Hochspannungsmaschinen kommt noch die Statorprüfung unter explosionsfähiger Atmosphäre hinzu. Elektrische Maschinen werden in den Zündschutzarten Druckfeste Kapselung, Überdruckkapselung, Erhöhte Sicherheit, Schutz durch Gehäuse und in der Zündschutzart "n" ausgeführt. 

Zündschutzarten

Druckfeste Kapselung - Ex "d"

Ex d Bei der Zündschutzart "Druckfeste Kapselung", Ex "d", beruht die Funktionsweise auf dem Einschluss einer im Gehäuseinneren eventuell  auftretenden Explosion.  Erreicht wird dieses durch eine explosionsdruckfeste Auslegung des Gehäuses zusammen mit zünddurchschlagsicheren Spalten an allen Gehäuseöffnungen. mehr...  Λ

Überdruckkapselung - Ex "p"

Ex p Bei der Zündschutzart "Überdruckkapselung", Ex "p", beruht die Funktionsweise auf der Verhinderung des Eindringens einer explosionsfähigen Atmosphäre in das Gehäuseinnere durch einen geringen Überdruck im Gehäuse gegenüber der Umgebung zusammen mit einer Begrenzung der Oberflächentemperatur. mehr.. Λ

Erhöhte Sicherheit - Ex "e"

Ex e Bei der Zündschutzart "Erhöhte Sicherheit", Ex "e", beruht die Funktionsweise auf der Verhinderung einer Zündung der explosionsfähigen Atmosphäre, die auch in das Gehäuse eindringen kann, durch das Betriebsmittel. Dieses bedeutet, dass das Betriebsmittel weder Temperaturen annehmen darf, die oberhalb der Temperaturklasse möglicherweise am Einsatzort auftretender Gase liegen, noch elektrisch oder mechanisch erzeugte Funken auftreten. mehr...  Λ

Schutz durch Gehäuse - Ex "tD" Staub

tD Bei der Zündschutzart "Schutz durch Gehäuse", Ex "tD", beruht die Funktionsweise auf dem Einsatz staubgeschützter (IP 5X) und staubdichter (IP 6X) Gehäuse zusammen mit der Begrenzung der Oberflächentemperatur des Betriebsmittels unter die Glimmtemperatur des auftretenden Staubes. mehr.. Λ

Zündschutzart n - Ex "nA" (Zone 2)

Ex n Bei der Zündschutzart "Nichtfunkendes Betriebsmittel", Ex "nA", beruht die Funktionsweise auf der Annahme, dass sich das Betriebsmittel im Normalbetrieb wie ein Betriebsmittel der Zündschutzart "Erhöhte Sicherheit" verhält und keine Zündquellen durch heiße Oberflächen sowie elektrich bzw. mechanisch erzeugte Funken enthält. Der Fehlerfall muss bei der Zündschutzart "nA" jedoch nicht betrachtet werden. mehr...  Λ


Übersicht

Kontakt

  Dr.-Ing. Frank Lienesch
Tel.: 0531-592-3720
Fax: 0531-592-693720
E-Mail: Frank.Lienesch@ptb.de 
 
Sekretariat Ursula Hinze
Tel.: 0531-592-3702
E-Mail: Ursula.Hinze@ptb.de
 
Anschrift Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Arbeitsgruppe 3.72
Bundesallee 100
38116 Braunschweig

 
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Letzte Änderung: 2009-01-19, Dr. Christian Lehrmann