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Messplatz zur Kalibrierung von E-Feldsonden
Bei einer Vielzahl von Betriebsanlagen treten hohe elektrische Feldstärken auf, die mit potentialfreien Feldstärkemessgeräten erfasst werden. Anlass für Feldstärkemessungen können technische Richtlinien oder Arbeitsschutzvorschriften mit festgelegten Grenzwerten für die Beschäftigten sein. Die Richtigkeit der eingesetzten Feldstärkemesseinrichtung ist in regelmäßigen Abständen durch eine Kalibrierung zu überprüfen. Hierfür steht in der PTB ein Normalmessplatz für elektrische Feldstärken von10 V/m bis 40 kV/m im Frequenzbereich von 15 Hz bis 30 kHz zur Verfügung, der vom Standort Berlin nach Braunschweig verlagert und nach umfangreicher Modernisierung und Erweiterung wieder in Betrieb genommen wurde. Der Messplatz besteht aus einem großen Luftplattenkondensator, einem Spannungserzeuger mit Leistungsverstärker, einem Spannungsmesssystem und einem PC für die Steuerung der Geräte und Datenauswertung. Der Feldverlauf zwischen den beiden im Abstand von 0,75 m angeordneten Plattenelektroden mit den Abmessungen 1,5 m x 1,5 m wurde theoretisch und experimentell bereits früher untersucht [1]. Die Kalibrierung eines Feldstärkemessgerätes besteht darin, dass die meist kugelförmige E-Feldsonde, die über einen Lichtwellenleiter mit dem Anzeigegerät verbunden ist, in das definierte Feld zwischen den Plattenelektroden eingebracht und die Anzeige in Abhängigkeit von der erzeugten Feldstärke und Frequenz für die drei Feldachsen der E-Feldsonde registriert wird. Die Abweichungen zu der berechenbaren Feldstärke im Plattenkondensator und die Messunsicherheit im Bereich von einigen 10-3 werden im Kalibrierschein angegeben. Für Linearitätsuntersuchungen bei größeren Feldstärken steht eine Hochspannungsprüfanlage bis 800 kV zur Verfügung, mit der Feldstärken bis zu 200 kV/m im Frequenzbereich von 15 Hz bis 300 Hz erzeugt werden können.
[1] Braun, A., Brzostek, E., Kind, D., Richter, H.: Development and calibration of electric field measuring devices. Beitrag zum 6. Int. Symp. High Voltage Eng., New Orleans (1989), Nr. 40.09
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| Ansprechpartner: |
Rainer Marx |
| Fachbereich 2.3 |
Elektrische Energiemesstechnik |
© Physikalisch-Technische Bundesanstalt Erstellt am: 05.12.2007, letzte Änderung: 8.12.2008, Susanne Gruber |
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