Dosimetrie nicht-ionisierender Strahlung für die Feldexposition biologischer Proben
In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern werden Versuche zur Feldexposition biologischer Proben in einer µTEM-Zelle durchgeführt. Dabei wird der Einfluss von Hochfrequenzfeldern mit definierter Feldstärke auf die Entwicklung verschiedener
Hybridzelllinien untersucht. Mit Hilfe eines sehr detaillierten Computermodells des Versuchsaufbaus kann die spezifische Absorptionsrate der Proben bestimmt werden.
Erste Ergebnisse zur Wirkung elektromagnetischer Felder wurden in der Fachzeitschrift "Bioelectromagnetics" publiziert (Spindle Disturbances in
Human-Hamster Hybrid (AL) Cells Induced by Mobile Communication Frequency Range Signals). Weitere Untersuchungen zur Klärung der Frage, wie z.B. im Mobilfunk eingesetzte gepulste Hochfrequenzfelder auf biologische Zellen wirken, sind geplant. Mit einem
Vektorsignalgenerator lässt sich jede beliebige Modulationsform des HF-Signals erzeugen, wie sie in heutigen Kommunikationsgeräten standardmäßig benutzt werden.
Die Arbeitsgruppe befasst sich auch mit der Untersuchung der Auswirkungen einer Exposition von Zelllinien mit THz-Strahlung. In dem vom Bundesamt für Strahlenschutz beauftragten Projekt "Gentoxische Effekte von Terahertz-Strahlung in vitro" werden an der
PTB Feldexpositionsexperimente an Hautzelllinien durchgeführt.
In dem von der Europäischen Union geförderten Projekt "Traceable measurement of field strength and SAR for the Physical Agents Directive" (nur in Englisch) befasst sich die PTB unter anderem mit der Fragestellung, wie der Energieeintrag elektromagnetischer Wellen in biologische Materie besser
erfasst werden kann.
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