Arbeitsgruppe 1.73
Raumakustik
Musikakustik
Unter diesem Begriff, der bisher auch
"Musikalische Akustik" genannt wurde, versteht man die Akustik in Verbindung mit
der Musik, bzw. unter Berücksichtigung musikalischer Probleme. Insbesondere spielt hier
die Akustik der Musikinstrumente eine besondere Rolle, d.h. die wissenschaftliche
Auseinandersetzung mit der physikalischen Funktionsweise der Instrumente, ihrer
Spieltechnik sowie ihrer Wirkung im Raum. Dieses Arbeitsgebiet ist in der PTB von 1951 bis
1996 im früheren Laboratorium für Musikalische Akustik bearbeitet worden, stellt aber
seitdem keinen Arbeitsschwerpunkt mehr dar. Da die Arbeitsgruppe 1.73
"Raumakustik" aus dem genannten Labor hervorgegangen ist, werden bei der neuen
Aufgabenstellung zur Raumakustik deshalb die Ergebnisse der
früheren Arbeiten auf dem Gebiet der Musikalischen Akustik, insbesondere die Schallabstrahlung von Musikinstrumenten weitestgehend
einbezogen.
Neben allgemeinen physikalischen Untersuchungen steht die akustische Messtechnik im
Vordergrund der Musikakustik, die so ausgelegt wird, daß man reproduzierbare Ergebnisse
erhält. Die Messungen werden ohne den stark schwankenden Einfluß von Spielern
durchgeführt, weil hierbei ein unvertretbarer Aufwand an Wiederholungen erforderlich
wäre. Es geht jedoch auch nicht ganz ohne den Spieler, denn die physikalischen Parameter
allein geben noch kein Bild von der musikalisch akustischen Qualität der Instrumente. In
subjektiven Testreihen mit Musikern wird deshalb die Beurteilung der qualitätsrelevanten
Parameter festgestellt, und durch Verknüpfung von subjektiven und objektiven Ergebnissen
ist es dann möglich, Vorschläge zu erarbeiten, die es dem Instrumentenmacher
ermöglichen, die Qualität seiner Instrumente den Anforderungen anzupassen.
Beispiel: Modalanalyse eines historischen Cembalos
--> Richtcharakteristiken
von Musikinstrumenten zur Quellenbeschreibung in
Raumsimulationsprogrammen
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