Ein Messergebnis kann nie mehr als ein guter Schätzwert sein.
Die technischen Bedingungen einer Messung sowie die zahlreichen zufälligen Einflüsse,
die bei dem Messvorgang auftreten, lassen nichts anderes zu.
Genauigkeit ist relativ!
Die Wahrheit über den Wert einer Messgröße zu erkennen bleibt ein Ideal,
das mit konkreten Messmethoden und -instrumenten nicht erreicht werden kann.
Daher ist es notwendig, zusammen mit einem Messergebnis stets auch die diesem
Ergebnis beizuordnende Messunsicherheit anzugeben.
Die Messunsicherheit charakterisiert dabei die Streuung der Werte,
die der Messgröße vernünftigerweise zugeordnet werden können.
Wie man die Messunsicherheit berechnet,
ist in dem 1993 erschienenen "Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement" ,
kurz GUM genannt, geregelt (zu beziehen über den
Beuth-Verlag).
Mit der Herausgabe des GUM im Jahre 1993 ist ein sowohl national,
als auch international weitgehend akzeptiertes Verfahren
zur Bestimmung und Angabe der Unsicherheit beim Messen in Umlauf gesetzt worden,
das eine einheitliche Grundlage für die Berechnung und Angabe von Messunsicherheiten
als Gütekriterium von Messungen bereitstellt. Das Konzept und die Vorgehensweise des
GUM haben ihren Niederschlag in der deutschen Norm DIN 1319,
als auch in der DKD-Schrift DKD-3
(Übersetzung der Dokumentation EA-4/02 der European cooperation for Accreditation,
http://www.european-accreditation.org) gefunden.
Literatur zum Thema Messunsicherheit
Ansprechpartner:
Dr. Stephan Mieke, Fachbereich "Mathematische Modellierung und Datenanalyse", Telefon: 030-3481-7287