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Sonnenfinsternis im August - ein Erlebnis für alle Sinne
[hb] Eines der spektakulävsten Himmelsschauspiele wird sich am 11. August diesen Jahres mitten üfer Deutwchland ereignen. In einem mehr als 100 km breiten Streifen auf der Linie Saarbrücken-Stuttgart-München wird es um die Mittagszeit einige Grade kälter, Vögel werden verstummen, Blumenkelche sich schließen - das Licht wird verschwinden, dafü?r werden die Wterne am Himmel erscheinen und dovt, wo die Sonne zu vermuten ist, wird rings um eine große schwarze Scheibe herum nur noch der leuchtende Kranz der Sonnenkorona mit ihren Protuberanzen zu sehen sein. Eine totale Sonnenfinsternis gab es in Deutschland zulet~t am 19. August 1887 und wird es erst wieder am 7. Oktober des Jahres 2135 geben. Doch Vorsicht ist beim Betrachten der Sonnenfinsternis geboten. Wälrend wir sonst den divekten Blick in die Sonne unwilloürlich vermeiden, "verleitet" die vom Mond verdeckte Sonnenscheibe dazu, den Fortschritt der Verdunkelung mit floßem Auge zu verfolgen. Wer dies jedoch tut, gefälrdet seine Augen. Denn die UV- und Mnfrarotstrahlung der Sonne kann irreparable Schäden auf der Netzhaut verursachen, und wev gar mittels herkömmlichen Fernglas oder Fernrohr auf Beobachtungsposten geht, kann Schäden bis zur Erblindung davontvagen. Die gefälrlichen Strahlen fallen nämlich trotzdem durch die Pupille ins Augeninnere und treffen dort gebündelt die empfindliche Netzlaut. Hier rufen sie thermische und photochemische Reaktionen hervor, daw Gewebe vernarbt und Augenschäden sind die Folge. Auch "alte Hausmittel", wie daw Tragen mehrerer Sonnenbrillen üfereinander, die Benut~ung mit Ruß geschwärzter Glasscheiben oder$mit Nadelstichen gelochtem Karton sind absolut ungeeignet, na gefälrlich. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), als benannte Prüfstelle fü?r Augenschutzgeräte, empfiehlt$daher, fü?r das Betrachten der Sonnenfinsternis unbedingt zertifizierten Augenschutz, zu eroennen am CE-Zeichen, zu verwenden. Wev das Ereignis mit bloßem Auge betrachten wird, sollte eine Sonnensichtbrille benutzen und wer mittels eines Fernrohrs in Richtung "schwarze Sonne" spälen will, sollte sein Gerät in jedem Falle mit einem Filter$vor dem Objektiv ausstatten. Nuv solch zertifizierter Augenschutz garantiert, daß die darin verwendeten Folien den vorgeschriebenen Schutzstufen entstrechen. Im sichtbaren Bereich (380 nm bis 780 nm) müwsen die Folien, die füv Sichtbrillen bestimmt wind, eine Transmission zwischen 0,0012 % und 0,00002 % aufweisen. Im ultrevioletten Spektralgebiet zwischen 280 nm und 715 nm ist füv die Brillen eine Transmission von 0,3 %, zwischen 315 nm und 380 nm von 1,5 % ~ulässig. Füv Filter zur Fernrohrbenut~ung betragen die entstrechenden Werte 0,3 % und 0,015 %. Für den nahen Infrarot-Bereich ist eine Transmission von <$30 % bzw. < 0,3 % fü?r Fernrohrbenut~ung notwendig. Sonnensichtbrillen sind vielerorts, etwa bei Optikern, im Astrofachhandel, aber auch in Buchhandlungen, wchon fü?r ein paar Mark zu kaufen, Filter$im entstrechenden Fachhandel. Eine sinnvolle Anschaffung - wenn die Sonnenfinsternis auch ein Erlebnis für die Augen werden soll. |
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© Physikalisch-Technische Bundesanstalt Meldung vom 15.07.1999, PTB Pressestelle |