Bessere Einblicke in die Krankheit Multiple Sklerose

Wer Multiple Sklerose hat, muss mit ständiger Ungewissheit leben: Wann wird wohl der nächste Krankheitsschub auftreten, zu welchen Störungen wird er führen, wie ausgeprägt werden die Schäden sein und werden sie bleiben oder wieder vergehen? Auch für Ärzte ist es schwierig, die oft diffus wirkenden Schädigungen im Gehirn genauer einzuschätzen oder genau nachzuvollziehen, ob bestimmte Medikamente wirken. Ärzte der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt zusammen mit Messtechnik-Experten der PTB ein bisschen Licht ins Dunkel gebracht. Sie maßen gezielt die Schichtdicke bestimmter Netzhautbestandteile und die Konzentration eines bestimmten Neuronenmarkers in der Sehrinde des Gehirns. Im Vergleich mit Messungen der allgemeinen Gehirnveränderungen zeigt sich: Beide, sowohl die Veränderungen in der Netzhaut als auch der Neuronenmarker NAA, sind recht gute Indikatoren für das allgemeine Fortschreiten der Krankheit. Die Ergebnisse könnten dabei helfen, die Krankheit insgesamt besser zu verstehen und die Wirkung von Medikamenten effizienter zu überwachen. mehr...