Sie können Lungenkrebs und andere schwere Erkrankungen verursachen: die winzigen Rußpartikel aus den Abgasen von Dieselfahrzeugen. Deren Anzahl hat stetig zugenommen. Um dennoch die Gesundheitsbelastung durch Rußpartikel gering zu halten, sind die Grenzwerte für Dieselruß Schritt für Schritt drastisch gesenkt worden, von 180 mg/km (EURO 1, 1993) bis hin zu 5 mg/km in der EURO-Norm 5, die ab September dieses Jahres für neue Modelle gilt. In dieser Norm wird nicht mehr nur die Massen-Konzentration von Rußpartikeln, sondern deren Anzahl betrachtet, weil dieser Wert viel relevanter für die Gesundheitsgefahren ist. Dafür müssen neue Messgeräte zugelassen werden. Um das gesamte Messsystem von Zulassungsprüfungen über Kalibrierungen bis hin zu den regelmäßigen Abgasüberprüfungen an die neuen Vorgaben anzupassen, ist nun ein europaweites Projekt gestartet worden. Unter Federführung der PTB arbeiten darin mehrere nationale Metrologieinstitute mit Kooperationspartnern aus der Industrie zusammen. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Neben dem Dieselruß widmet es sich auch zwei weiteren gesundheitlich problematischen Stoffen, die die Luft verschmutzen: kleinsten Teilchen von Platin und anderen Elementen aus Katalysatoren sowie jenen Quecksilberverbindungen, die bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern in Kraftwerken entstehen. Das Projekt begann mit einem Kick-Off-Workshop am 6./7. Juni in der PTB. mehr...