Vieles in der medizinischen Diagnostik ist Erfahrungssache. Deshalb ist es gerade bei neuen Verfahren hilfreich, wenn ein Arzt auch objektive Auswertemethoden in seinen Entscheidungsprozess einbeziehen kann. Eine Methode, die die Diagnose von Rheuma in diesem Sinne noch zuverlässiger machen soll, wurde jetzt in der PTB entwickelt und vorgestellt. Es ist der dritte Teil einer Erfolgsgeschichte, die mit zwei verschiedenen, in der PTB entwickelten Prototypen für die Fluoreszenz-Bildgebung rheumatischer Entzündungen in Fingergelenken begann und inzwischen bei der Lizenznahme und Vermarktung des Verfahrens durch einen Firmenpartner und entsprechend breiterer Anwendung bei Ärzten und in Kliniken angekommen ist. Die jetzt vorgestellte Datenanalyse-Software soll die Aussagefähigkeit des Bildgebungsverfahrens noch weiter verbessern. Sie vergleicht den zeitlichen Verlauf der Fluoreszenzsignale aus den suspekten Fingergelenken mit dem Verlauf über den nicht entzündeten Fingerspitzen als Referenz. Damit kann den Ärzten vor allem in Zweifelsfällen geholfen werden, in denen nicht klar ist, ob es sich bei einem auffälligen Befund um individuelle Besonderheiten des jeweiligen Patienten (bzw. seiner Haut) handelt oder wirklich um einen Rheumaherd. Erste Tests ergaben eine Treffsicherheit der neuen Auswertemethode von bis zu 72 % in Kombination mit einem kameragestützten Bildgebungssystem und sogar 92 % mit einem Laser-Scanner System.mehr...