MRAM speichern Daten ohne Strom - und jetzt auch extrem schnell

Die wichtigsten neuen Bausteine im Markt der Computer-Speicherchips heißen MRAM (magnetische "Random Access Memories"). Wie der bekannte USB-Stick speichern sie Informationen auch im stromlosen Zustand, aber MRAM bieten darüber hinaus kurze Zugriffszeiten und unbegrenzte Beschreibbarkeit. Kommerzielle MRAM sind seit 2005 auf dem Markt. Allerdings sind sie noch langsamer als ihre Konkurrenten unter den flüchtigen Speichermedien. Eine Erfindung aus der PTB ändert dies: Eine spezielle Chip-Beschaltung, verbunden mit einer dynamischen Ansteuerung des Bauelements, senkt die Ansprechzeit von bisher 2 ns auf unter 500 ps. Dies entspricht einer Datenrate von 2 GBit/s (statt bisher etwa 400 MBit/s). Die Erfindung, die inzwischen Europa- und US-weit patentiert ist, ermöglicht darüber hinaus eine verringerte Leistungsaufnahme und thermische Belastung sowie eine geringere Bit-Fehler-Rate. Ein Industrieunternehmen, das solche MRAM in Lizenz fertigt, wird noch gesucht.mehr...