Meist muss erst ein spektakulärer Unfall passieren, um der Öffentlichkeit ein Problem bewusst zu machen, das in vielen Sparten der Industrie ständig lauert: die Gefahr von Explosionen durch elektrische Funken. Die einfachste Methode, solche Explosionen zu verhindern, heißt "Eigensicherheit". Dabei versucht man, erst gar keine zündfähigen Funken entstehen zu lassen. Das ging bisher nur bei kleinen Geräten mit Leistungen bis etwa 2 Watt, also vor allem in der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Ein neues Konzept, das in der PTB in Zusammenarbeit mit Industriepartnern entwickelt worden ist, erhöht diese Grenze nun auf bis zu 50 Watt und macht damit einen Einsatz in vielen weiteren technischen Bereichen möglich. Die Technologie, die unter dem Namen "Power-i"/DART bereits vermarktet wird und als internationale IEC-Norm eingeführt werden soll, verspricht der Industrie große Kosteneinsparungen. Für ihre Entwicklung und den gelungenen Technologietransfer erhalten die drei PTB-Wissenschaftler Ulrich Johannsmeyer, Udo Gerlach und Thomas Uehlken am 5. November den diesjährigen Technologietransferpreis der Industrie- und Handelskammer (IHK) Braunschweig. mehr...