Windenergie beflügelt Messtechnik

Wer wissen will, wie stark der Wind bläst, braucht ein Anemometer. Solch ein Gerät zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit kann sich - je nach Bauart und Zweck - gemeinsam mit dem Wetterhahn auf der Kirchturmspitze drehen, im Windkanal der Flugzeugindustrie stehen oder den Sturmwind an der Nordseeküste messen. Besonders in der Windenergiebranche haben sie große - nicht zuletzt: finanzielle - Bedeutung, denn auf der Messung der Windverhältnisse basiert die sogenannte Windpotenzialanalyse von Windkraftanlagen. Sie entscheidet über die voraussichtliche Wirtschaftlichkeit einer Anlage, lockt oder verschreckt Investoren. Wer es in Wissenschaft und Industrie genau wissen muss, braucht kalibrierte und rückgeführte Anemometer. Um dem steigenden Bedarf an noch genaueren Mess- und vergleichbaren Kalibrierergebnissen zu begegnen, ist die PTB eine Kooperation mit dem Windenergieunternehmen Deutsche WindGuard GmbH eingegangen. Hier haben die Wissenschaftler Zugang zu Großwindkanälen, mit deren Hilfe sie die Vergleichbarkeit der Mess- und Kalibrierergebnisse von Strömungsmessgeräten noch weiter verbessern können. mehr...