Graphen: Wozu Buckel und Höcker gut sein können

Graphen ist zurzeit wohl das weltweit am meisten untersuchte neue Materialsystem. Aufgrund seiner erstaunlichen mechanischen, chemischen und elektronischen Eigenschaften verspricht es vielfältige zukünftige Anwendungen - etwa in der Mikroelektronik. Die Elektronen im Graphen sind besonders beweglich und könnten deshalb das heute verwendete Silicium als Ausgangsmaterial schneller Computerchips ersetzen. In einer Forschungskooperation haben Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover und der PTB jetzt untersucht, wie sich eine raue Unterlage auf die elektronischen Eigenschaften der Graphenschicht auswirkt. Ihre Ergebnisse lassen vermuten, dass man Plasmonen, also kollektive Schwingungen von Elektronen, im Graphen bald gezielt steuern kann, indem man ihnen aus Buckeln und Höckern quasi eine Fahrspur baut. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift New Journal of Physics veröffentlicht. mehr...