PTB stellt erstes Bose-Einstein-Kondensat mit Calciumatomen her
Der Physiker und Nobelpreisträger Wolfgang Ketterle beschrieb es einmal als „Identitätskrise“ der Atome: Fängt man Atome in einer Falle und kühlt sie auf eine Temperatur nahe dem absoluten Nullpunkt, kondensieren sie ähnlich wie Dampf zu Wasser und nehmen einen völlig neuen Zustand an: Sie werden ununterscheidbar. Dieser kollektive Zustand heißt nach seinen geistigen Vätern Bose-Einstein-Kondensat. Physikern in der PTB gleichzeitig Mitglieder im Exzellenzcluster QUEST der Leibniz-Universität Hannover , ist es nun weltweit zum ersten Mal gelungen, ein Bose-Einstein-Kondensat aus dem Erdalkalielement Calcium herzustellen. Die Verwendung von Erdalkali-Atomen schafft neue Möglichkeiten für Präzisionsmessungen, beispielsweise zur Bestimmung von Gravitationsfeldern. Denn im Unterschied zu bisherigen Bose-Einstein-Kondensaten aus Alkali-Atomen haben Erdalkalimetalle eine Million mal schmalere optische Übergänge eine Tatsache, die sich für super-exakte Messungen verwenden lässt. Die Ergebnisse sind nun in Physical Review Letters veröffentlicht worden.
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