Dosismessung bei der Behandlung von Prostatakrebs
Bei der Strahlentherapie versuchen die Ärzte, die Dosis im Tumor so hoch wie möglich zu halten, damit möglichst viele Krebszellen zerstört werden. Um zu vermeiden, dass dabei gesundes Gewebe geschädigt wird, ist es wichtig, die genaue Höhe der Dosis zu überprüfen. Die PTB hat dafür ein Messsystem entwickelt, bei dem die Aminosäure Alanin, deren Strahlungstransporteigenschaften denen menschlichen Gewebes ähneln, als Indikator verwendet wird. Bestrahlt man Alanin, dann entstehen freie Radikale, deren Konzentration mit Hilfe der Elektronen-Spin-Resonanz (ESR) gemessen wird. Daraus lässt sich die Energiedosis ableiten. Erste Untersuchungen an einem Phantom - und auch bereits an Patienten - haben gezeigt, dass die Methode gut funktioniert.mehr...