PTB vereint Magnetresonanz- und Radar-Technologie in einem Prototyp
Achtung, stillgelegen! Diese Aufforderung sollten sich Patienten unbedingt zu Herzen nehmen, wenn sie sich in ein Magnetresonanztomographie-(MRT)-Gerät legen müssen - andernfalls entstehen auf den vom MRT-Gerät angefertigten Bildern Bewegungsartefakte. Das sind störende Bildelemente, die die Bewegung des Körpers anzeigen, nicht aber den Körper selbst. Bewegungen sind ein Störfaktor, der zu Unschärfen und "Geistern" in dem MRT-Bild führt. Patienten müssen jedoch nicht nur viel Geduld, sondern auch Ausdauer mitbringen, da Untersuchungen im MRT bis zu 30 Minuten dauern können. Doch selbst dann, wenn sich der Patient während der gesamten Dauer nicht ein einziges Mal bewegt, können Bewegungsartefakte nicht ausgeschlossen werden. Manche Teile des Körpers bewegen sich immer - zum Beispiel dehnt sich beim Einatmen die Lunge und der Brustkorb hebt und senkt sich. Auch die Bewegung des Herzmuskels führt zu Störungen in dem Bild - während des Pumpvorgangs verformt er sich nämlich. Mit Hilfe eines Ultrabreitband-Radargerätes können solche Vitalbewegungen bei der Messung berücksichtigt und die MRT-Messungen korrigiert werden. Der gemeinsame Betrieb beider Techniken wird mit Hilfe eines an der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) entwickelten Prototyps getestet, der in Kooperation mit der Technischen Universität Ilmenau entstanden ist. Dieses Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen eines auf sechs Jahre angelegten Schwerpunktprogrammes gefördert.
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