Wenn's beim Fortissimo in den Ohren klingelt
"Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden", lästerte Wilhelm Busch. Auch wenn die Sache mit der Schönheit Geschmackssache ist, so steckt in dem sarkastischen Spruch eine bittere Wahrheit: Orchestermusiker gefährden mit der eigenen Musik ihre Ohren. In einer Wagner-Oper können Lärm-Werte von 120 Dezibel (dB) und mehr erreicht werden. Auch der durchschnittliche Lärmpegel nimmt, je nach Repertoire und Instrument, oft Ausmaße an, die als gesundheitsgefährdend gelten. Dennoch ist die EU-Lärmschutz-Verordnung, die seit dem 15. Februar auch für deutsche Orchester gilt, noch viel zu selten in die Praxis umgesetzt worden; wirksame Schallschutzmaßnahmen fehlen. Daher hat die PTB einen Schallschutzschirm entwickelt, der im kritischen Bereich oberhalb von 250 Hertz den Schallpegel am Ohr des Musikers um bis zu 20 dB senkt und mit wenig Aufwand nachgebaut werden kann. In ersten Fällen ist das schon geschehen und die Rückmeldungen sind ausgesprochen positiv. mehr...