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Deutsch-japanische Erfolgsgeschichte

Schon im Jahr 1999 unterzeichneten das japanische National Research Laboratory of Metrology, NRLM, (heute National Metrology Institute of Japan, NMIJ) und die PTB ein bilaterales Abkommen über die gegenseitige Anerkennung der Prüfergebnisse von nichtselbsttätigen Waagen (NSW). Es war ein Meilenstein auf dem Weg zum Abbau von technischen Handelshemmnissen mit nicht unbeträchtlichen wirtschaftlichen Vorteilen für die Waagenindustrie der beiden Länder.

Das Abkommen wurde im Jahr 2001 revidiert und erweitert, sodass es Waagen mit einer Höchstlast bis 1 t umfasste. Außerdem wurden NSW der Genauigkeitsklasse I sowie wichtige Teilgeräte, sogenannte "Waagenmodule", wie z.B. Auswertegeräte, in das Abkommen einbezogen.

Der rasante messtechnische Fortschritt der letzen Jahre auch auf dem Gebiet der Wägetechnik machte eine zweite Revision dringend erforderlich. Die Erweiterung des Abkommens, die vom Direktor des NMIJ, Akihiro Tanaka, und dem Leiter der PTB-Abteilung "Mechanik und Akustik", Roman Schwartz, am 5. Juni 2007 unterzeichnet wurde, bezieht jetzt nicht nur NSW mit deutlich höheren Höchstlasten (maximal 5 t), sondern auch Wägezellen als das wichtigste Waagenmodul und quasi "Herz" einer jeden Waage mit ein. Voraussetzung ist, dass die Wägezellen nach einer bestimmten internationalen Norm, der OIML- Empfehlung R 60, geprüft sind und bestimmte Spezifikationen einhalten: Genauigkeitsklasse C oder D, Höchstlast maximal 20 t, Anzahl der Teilungswerte maximal 6000, Feuchteklasse entweder SH oder CH.

Diese zweite Revision bestätigte und festigte die sehr guten Beziehungen zwischen den metrologischen Staatsinstituten Deutschlands und Japans. Neben der Erweiterung hatte das Abkommen einen weiteren, wichtigen Vorteil für deutsche Waagenhersteller, nämlich Planungssicherheit. Unabhängig von den auf internationaler Ebene laufenden Diskussionen im Zusammenhang mit dem OIML Mutual Acceptance Arrangement (MAA) gewährleistete dieses bilaterale, revidierte Memorandum of Understanding (MoU)  die gegenseitige Anerkennung von Prüfergebnissen für Waagen und Wägezellen.

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Telefon: 0531-592-1010
Fachbereich 1.1
Telefon: 0531-592-1100

Bild: Die Herren Dr. Akihiro Tanaka, Direktor des NMIJ, und Dr. Roman Schwartz, Leiter der Abteilung "Mechanik und Akustik" der PTB, nach der Unterzeichnung der neuen Fassung des bilateralen Kooperationsabkommens (MoU) in Tsukuba / Japan. Im Hintergrund (von links nach rechts): Dr. Yoshio Hino, Direktor des International Metrology Cooperation Office, Frau Hiroe Sakai, OIML-Sekretariat im International Metrology Cooperation Office und Dr. Yukinobu Miki, Director Metrology Management Center des NMIJ

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© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, WEB-Redaktion Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF