Physikalisch-Technische Bundesanstalt

zum Seiteninhalt
ThemenrundgängeIm weltweiten Netz der Metrologie > Internationale Abkommen
Internationale Abkommen

Europa wächst zusammen – auch auf dem Gebiet des Messwesens. Diese Tatsache dürfte alle diejenigen erfreuen, die Güter ex- und importieren. Denn nur wenn sich die Handelspartnern jederzeit einig sind, welche Mengen überhaupt unterwegs waren, läuft das Geschäft ohne Hindernisse. Um nur ein Beispiel zu nennen: Alle Messgeräte in allen Ländern müssen genau ein Kilogramm anzeigen, wenn ein Kilogramm auf der Waage liegt – oder man muss die Abweichungen genau kennen. Was so simpel klingt, lässt sich nur mit einer Vielzahl von Übereinkünften erreichen, die die verschiedenen nationalen Vorschriften zusammenführen.

Voraussetzung für solche Abkommen: Man muss wissen, wie weit man den Ergebnissen der anderen vertrauen kann. Erst wenn alle beteiligten Metrologieinstitute ihre Möglichkeiten und Fähigkeiten offenlegen, können internationale Abkommen wie z. B. das Mutual Recognition Arrangement (MRA) zustande kommen – und somit "Zertifizierungsgrenzen" abgebaut werden. Erst dann braucht ein Exporteur nicht mehr u. U. sein Produkt mehrfach zertifizieren zu lassen, sobald es eine Landesgrenze überschreitet.

Ein Abkommen, das bilateral zur Harmonisierung des Messwesens beigetragen hat, hat die PTB im Mai 2000 mit ihrem amerikanischen Partner-Institut, dem NIST, abgeschlossen. Die beiden nationalen Metrologieinstitute, die zur internationalen Führungsriege ihrer Disziplin gehören, arbeiten seit diesem Memorandum of Understanding (MOU) noch intensiver als bisher zusammen.


© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, WEB-Redaktion Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF