Autorin: Anne Hardy

Eine kleine Ideengeschichte von Aristoteles bis Einstein
Kraft erleben wir im Alltag unter den verschiedensten Aspekten: Ein Boxer schlägt kraftvoll zu, die Lebenskraft erhält Tiere und Pflanzen, Kraftstoff treibt ein Fahrzeug an und die Anziehungskraft des Mondes bewirkt die Gezeiten. Schon in der Antike fragte sich Aristoteles: Welche verschiedenen Kräfte gibt es? Was bewirken sie? Wie werden Kräfte übertragen? Und was ist ihr Ursprung? Einige Antworten, die er gab, wirken heute noch überzeugend, obwohl sie falsch sind. Das Schwierige an der Beschreibung der Kräfte ist nämlich, dass wir von unserer Alltagserfahrung abrücken, Dinge idealisieren und Umstände vereinfachen müssen, um allgemeingültige Gesetze zu finden. Das ist als Erstem Galileo Galilei gelungen, als er die Fallgesetze von Körpern untersuchte. Im 20. Jahrhundert wurden die Ausgangshypothesen der Physiker dann immer abstrakter und erlebnisferner. Sie führten aber zu einigen fundamentalen Gleichungen, mit denen sich die unterschiedlichsten Phänomene beschreiben lassen.
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