
Autor: Frank Frick
Einfälle, Erfahrungen und Erlebnisse, die man zu Papier gebracht hat, bestehen in der Nachwelt fort. Sprichwörtlich gilt: Wer schreibt, der bleibt. So langfristig denkt wohl selten ein Naturwissenschaftler, wenn er für Artikel und Konferenzbeiträge in die Computertastatur greift. Denn nur indem er Ergebnisse publiziert und präsentiert, kann er die Karriereleiter hinaufsteigen – eine Tatsache, die leidvolle, absonderliche oder komische Folgen haben kann.
Kalle Koch* hatte ein halbes Jahr nach Abschluss seiner Doktorarbeit der chemischen Forschung endgültig „ade“ gesagt. Seitdem waren weitere fünf Jahre vergangen, als er Post vom Sekretariat seines ehemaligen Doktorvaters bekam. Darin lag der druckfrische Sonderdruck einer Fachzeitschrift. Verblüfft las Koch, dass zwei ehemalige Kollegen, ein Unbekannter und er selbst als Autor angegeben waren – neben seinem Doktorvater Professor Clever* natürlich. Tatsächlich ging es in dem Artikel um Substanzen, die Koch früher hergestellt und erforscht hatte. Einige Messungen schienen aus seiner Doktorandenzeit zu stammen, waren aber mit weiteren Untersuchungen und theoretischen Überlegungen erheblich angereichert worden.
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