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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

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maßstäbe Heft 10
Menschen im Labor
 

Vorwort

Autor: Jens Simon

Liebe Leserin, lieber Leser,

gehören Sie auch zu denjenigen, die sich auf einer neu erworbenen Spielfilm-DVD gerne das Bonusmaterial anschauen? Da finden sich ja oft die schönsten Einblicke in das Making-of des Films. Sie sehen dann nicht nur die Schauspieler in voller Kostümierung und perfektem Make-up, sondern Sie sehen sie auch neben der Kamera und vor jeder Maske. Sie sehen die Lichttechniker und den Regisseur, den Tonmeister, die Assistenten, die Komparsen, zahllose Helfer und gute Geister. Sie sehen all die Menschen, die zwar schlussendlich nicht im Film auftauchen, die aber alle ihren notwendigen Job machen, damit der Film überhaupt ein Film wird. Mit diesen maßstäben wollen wir etwas ganz Ähnliches tun: Wir möchten Ihnen ein Forschungszentrum von innen zeigen. In das helle Bewusstsein der Öffentlichkeit dringt die Forschung meistens nur in Gestalt ganz weniger Wissenschaftler, dann nämlich, wenn eine wissenschaftliche Erkenntnis, die mit dem Namen des Wissenschaftlers verbunden wird, gesellschaftliche Relevanz erreicht hat oder wenn eben diesem Wissenschaftler der Nobelpreis zuerkannt wird. Der wissenschaftliche Alltag, das ganze Drumherum, bleibt im Dunkeln. In dieses Dunkel möchten wir etwas Licht werfen und wir möchten Ihnen ein paar Fragen (die Sie sich vielleicht nie gestellt haben – oder etwa doch?) beantworten. Wie sieht es in einem Forschungsinstitut, das eine gewisse Größe und Komplexität hat, aus? Was für Menschen arbeiten dort? Und wie denken diese Menschen über ihr Tun? Kurzum: Wir wollen Ihnen „Menschen im Labor“ zeigen, also Menschen, die in den Wissenschaftsbetrieb auf die eine oder andere Weise eingebunden sind und die alle ihren Teil zum Gelingen von Forschung beitragen. Da die maßstäbe selbst das Gewächs aus einem solchen Forschungsinstitut sind, liegt es nahe, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt als Muster zu nehmen. In der Unschärfe, die den maßstäben absichtsvoll eigen ist, können Sie sich jedoch die meisten der hier vorgestellten Menschen auch in anderen Forschungsinstituten beheimatet denken. Als zarten roten Faden haben wir fünf Handlungsmaximen über das Heft gelegt. Fünf Verben, die nur im Konzert miteinander für funktionierende Wissenschaft sorgen können: lernen – fragen – antworten – lenken – ordnen. Vielleicht lenken wir Sie mit diesen maßstäben auf ein paar Fragen, die in der richtigen Ordnung zu Antworten führen, aus denen sich etwas lernen lässt.

Darauf hofft und grüßt Sie fraglos im Namen der Redaktion
Ihr Jens Simon

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© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, WEB-Redaktion Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF