
Autor: Frank Frick
Ein Gespräch mit Ernst Otto Göbel über seine Karriere, den Alltag eines leitenden Wissenschaftsmanagers und schwierige Entscheidungen
Redaktion: Wann haben Sie angefangen, das Amt des PTB-Präsidenten anzustreben – als Schüler, als Student oder erst später als Universitätsprofessor?
Ernst O. Göbel: Nie! Als ich Universitätsprofessor für experimentelle Festkörperphysik in Marburg war, wurde ich 1994 in die PTB zum Kolloquiumsvortrag eingeladen, ohne zu ahnen, warum. Bei dieser Gelegenheit nahm mich der damalige PTB-Präsident Dieter Kind beiseite und fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, sein Nachfolger zu werden. Meine spontane Antwort war: Nein. Herr Kind hat aber nicht lockergelassen und mich mehrfach nach Braunschweig und Berlin eingeladen. Auf dem Hinweg überlegte ich mir jeweils, wie ich es den Leuten bei der PTB sagen sollte, dass ich in Marburg bleiben wollte. Und auf dem Rückweg nach Marburg dachte ich darüber nach, wie ich es dort sagen sollte, dass ich eigentlich zur PTB will.
Was hat schließlich den Ausschlag gegeben?
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