
Autorin: Imke Frischmuth
Forscher sind Schmutzfinken. Mindestens 100 000 Partikel verstreuen sie schon in nachdenklich sitzender Pose pro Minute. Hasten sie gar, alarmiert durch einen Geistesblitz oder ein blinkendes Lämpchen, durchs Labor, erhöht sich die Anzahl der Partikel drastisch. Dazu erzeugen sie noch Luftverwirbelungen, die Hautschluff, Haarschuppen, Staub und Schweißtröpfchen wie Laub im Herbstwind tanzen lassen. Das kann tödlich sein: zumindest für kleinste elektronische Bauteile. Zum Schutz der Elektronik wird die Schmutzquelle Forscher verpackt. Bis zum Hals und noch darüber hinaus. Dann erst darf der Wissenschaftler rein in den sogenannten Weißbereich des Reinraumzentrum auf dem PTB-Gelände – aber schön langsam und keinen Wirbel machen! Im Inneren des Gebäudes befinden sich die Labore mit der größten Empfindlichkeit gegenüber Luftverunreinigungen: Hier stehen die Prozessanlagen und Analyseeinrichtungen zur Herstellung von integrierten Schaltungen für die Quantenmetrologie. Die letzen paar tausend Teilchen, die dem eingehüllten Forscher hier noch entweichen, werden von der aufwendigen Lüftungstechnik durch die Löcher im Boden gesogen und verschwinden in den gigantischen Filtern im oberen Stockwerk
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