
Autorin: Nicole Geffert
Der frühe Vogel kann mich mal. Der Spruch klebt als Postkarte an meiner Schlafzimmertür. Für Journalisten wie mich ist ein Termin vor 10 Uhr morgens die Höchststrafe. „Wir fangen um 7 Uhr an und starten gleich mit dem Versuchsaufbau“, verkündet Silke Remusch gut gelaunt am Telefon. Sie ist für die Ausbildung der Physiklaboranten in der PTB in Braunschweig zuständig. Dort werde ich für einen Tag als Praktikantin Eindrücke sammeln, was angehende Physiklaboranten so tun. Silke Remusch hat eine sympathische Stimme und lacht gern. Mir ist nicht zum Lachen zumute: „7 Uhr“ und „Versuchsaufbau“ klingen in meinen Ohren bedrohlich
Ich bin spät dran, als ich mich einige Tage später auf den Weg zur PTB mache. In Gedanken bin ich bei meinem Physiklehrer, der mir in Klasse 10 riet, Physik in der Oberstufe abzuwählen, damit ich „den Unterricht nicht mit Fragen störe, die in der 7. Klasse bereits geklärt worden sind“. In einer meiner Physikarbeiten notierte er unter einer Kurve, die ich nach bestem Wissen und Gewissen gezeichnet hatte: „Diese Kurve sieht aus, als wäre ein Huhn darüber gelaufen. Ein Huhn mit nassen Füßen.“.
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