
Autorin: Ute Kehse
Nirgendwo auf der Erde ist es so kalt wie in der Antarktis, nirgendwo so trocken, so windig, so einsam. Ein Erfahrungsbericht über das Leben im ewigen Eis – und darüber, wie Wissenschaftler dort das Weltklima erforschen.
Zum Südpol soll es gehen, in die Antarktis. Genauer gesagt: ins Weddellmeer – den Teil des Südpolarmeers, der auf dem Globus ein bisschen rechts unterhalb von Südamerika liegt. Meine Diplomarbeit ist abgegeben, das Studium praktisch beendet, nun heißt es: elf Wochen ins Eis. Die Expedition trägt die Nummer ANT XII/3. Es ist der dritte Fahrtabschnitt in der zwölften Antarktis-Saison des Forschungsschiffes Polarstern. Antarktis, das bedeutet vor allem unbarmherzige Kälte. Denken alle. Immer wieder höre ich den gleichen Kommentar: Hoffentlich frierst du nicht! Meine Mutter kauft vorsorglich atmungsaktive High-Tech-Unterwäsche, Oma steuert einen extrawarmen Fleecepullover bei, eine Freundin schenkt einen Handwärmer zum Abschied.
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