
Autorin: Nicole Geffert
Da sage einer, Temperaturen, die uns tagtäglich im Alltag oder im Beruf begegnen, seien eine schlichte Sache. Egal ob minus 10 Grad Celsius oder plus 2200 Grad Celsius – die Menschen, die professionell mit diesen Temperaturen arbeiten, haben eine Menge darüber zu erzählen. Vier Portraits.
Und was machst du beruflich?“ Melanie Schaper kennt ihn schon, den überraschten Gesichtsausdruck, wenn sie auf diese Frage antwortet. „Eismeisterin ist ja auch ein ungewöhnlicher Beruf. Deshalb mag ich ihn so“, erzählt die 26-Jährige, die mit drei Kollegen in der Eis Arena Wolfsburg für den perfekten Belag sorgt. Bevor sie 2003 diesen coolen Job übernahm, hat sie Gärtnerin bei der Stadt Wolfsburg gelernt. Statt Pflanzenschere oder Harke ist jetzt die Eisbearbeitungsmaschine ihr wichtigstes Arbeitsgerät. Wenn die Kufen von Schlittschuhläufern und Eishockeyspielern Kratzer im Eis hinterlassen haben, zieht Melanie Schaper mit dem schweren Gerät ihre Bahnen. „Vorne trägt ein Messer einen halben bis ganzen Millimeter von der Eisschicht ab, hinten wird 60 Grad heißes Wasser mit einem Lappen auf der Fläche verteilt“, erklärt sie. „Das Wasser taut die Eisfläche an und friert dann mit dem Eis fest – das gibt eine besonders gute Verbindung.“
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