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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

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maßstäbe Heft 9
Die Gradmesser
 

Im Club der 17

Autor: Frank Frick

Erfahren Sie, was die Reinheit von Metallen mit der Temperaturmessung zu tun hat und warum Wasser seit 1990 nicht beim gleichen Temperaturwert siedet wie zuvor. Vielleicht möchten Sie aber auch wissen, warum für einen Experten die Temperaturskala einer Gitarre unter lauter Cellos gleicht?

14 Uhr, einen Flug nach Berlin hinter sich, ein anspruchsvolles Gespräch vor sich: genau der richtige Zeitpunkt für eine Tasse Kaffee. Und eine gute Gelegenheit für Joachim Fischer, sofort zur Sache zu kommen: „Würden wir unseren Kaffee zusammenschütten, wäre er nicht doppelt so heiß wie zuvor. Legt man dagegen zu einem Ein-Kilo-Metallstück ein zweites, verdoppelt sich das Gewicht, das die Waage anzeigt“, sagt er. Dass sich die Temperatur nicht wie die anderen Größen des Einheitensystems additiv verhält, bestimmt das Arbeitsleben des Physikers Fischer und das seiner Mitarbeiter vom PTB-Fachbereich Temperatur. Denn dadurch ist der Weg von der Einheit Grad Celsius zur Temperaturskala nicht so direkt wie etwa der von der Einheit Meter zu einem Maßstab. Den Unterschied versucht Fischer mit einem Vergleich zu verdeutlichen: „Bei einer gestimmten Gitarre muss man die Saiten nur auf den Stegen herunterdrücken, dann hat man den gewollten Ton – G, D und so weiter – hervorgerufen. Wenn man Cello spielt, muss man die Töne dagegen ohne feste Anhaltspunkte suchen.“ Offensichtlich sind die PTB-Physiker also Cellisten – schließlich können sie Temperaturen finden und bestimmen, ohne auf eine fertige Temperaturskala zurückzugreifen.

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© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, WEB-Redaktion Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF