
Autorin: Dörte Saße
Warum hält der Mensch in der Sauna 100 °C aus, wenn er doch bei 43 °C Fieber schon stirbt? Und warum erfrieren manche schon knapp unter dem Nullpunkt, obwohl andere in minus 60 °C leben oder gar viele Minuten in Eiswasser ohne Spätfolgen überstehen? Thermoregulation ist das Zauberwort: die flexible Antwort des Körpers auf ständig wechselnde Umweltbedingungen.
Treffen sich ein Eskimo und ein Afrikaner in Berlin. Sagt der Eskimo: „Heißes Pflaster hier!“. Sagt der Afrikaner: „Genau. Voll cool!“ – Die siebenjährige Marie schüttelt sich vor Lachen: „Verstehste? Weil, beim Eskimo isses ja immer kalt sonst. Und so‘n Afrikaner friert bestimmt in Berlin. Besonders bei Sauwetter...“, und kichert weiter. Dabei hat Marie gerade am eigenen Leib das Körnchen Wahrheit gespürt, das auch in den simpelsten Witzen steckt. Im Experimentierunterricht testete sie den „Versuch mit dem Wasserglas“: Linke Hand im Eiswasser, rechte Hand in ziemlich heißem, und nach einer Minute alle Finger zusammen in ein nur noch lauwarmes Bad tauchen. Da kommt nicht nur das kindliche Hirn schon mal durcheinander. Warum kribbelt die linke Hand wohlig warm, während die rechte fröstelt – wo doch beide klar im lauwarmen Nass liegen?
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