
Autor: Frank Frick
Das Ampere, das Kilogramm und das Mol wird es weiter geben, aber man wird darunter wohl schon in wenigen Jahren etwas anderes verstehen als heute. Die Experten des „Internationalen Komitees für Maß und Gewicht“ sind sich einig, dass diese Basiseinheiten künftig direkt mit Naturkonstanten verknüpft sein sollen. Auf welche Weise allerdings genau – an dieser Frage erhitzen sich die Gemüter
Wir schreiben das Jahr 500 v. Chr.: Händler im Mittleren Osten wiegen Edelsteine mit Samen des Johannisbrotbaums auf. Denn sie wissen: Alle Samen sind nahezu gleich schwer. Betrug ist kaum möglich, denn jede Manipulation an den harten Kernen ist leicht erkennbar. Außerdem lässt sich die Messung mit eigenen Exemplaren der überall verfügbaren Pflanzensamen überprüfen. „Somit hatten schon die Menschen in der Antike die Idee, für Messungen eine Art Naturkonstante zu nutzen“, schmunzelt Franz Josef Ahlers. Der Leiter des Fachbereichs „Elektrische Quantenmetrologie“ hat die historische Wägung mit Johannisbrot-Samen schon einmal nachgestellt, um an einem Tag der offenen Tür den Besuchern der PTB einen ersten Zugang zu seiner wissenschaftlichen Arbeit zu verschaffen. „Was das Gewicht der Johannisbrot-Samen für die Händler war, ist für uns die Ladung eines Elektrons. Statt des Gewichts einer wertvollen Ware möchten wir mit der Naturkonstante „Elementarladung“ allerdings die Stärke eines Stroms messen“, erläutert Ahlers.
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