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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

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maßstäbe Heft 7
Die Unveränderlichen
 

Atome hinter Gittern

Autorin: Brigitte Röthlein

Irgendwann waren Fragen dieser Art für uns eine Herausforderung: „Wie viele Kühe stehen da auf der Weide?“ Und wir haben geantwortet: „Drei!“ „Wie viele Bauklötzchen liegen auf dem Fußboden?“ Nach kurzem Nachzählen: „14!“ Aber bald schlief das Zählinteresse ein, spätestens als wir das Prinzip verstanden hatten. Bei den meisten währt dieser Schlaf dann ein Leben lang. Nicht jedoch, wenn man Peter Becker oder Arnold Nicolaus heißt, in der PTB arbeitet und folgende Aufgabe bekommen hat: „Zählt doch mal eben nach, wie viele Atome in einem Mol Silizium stecken.“ Eine echte Zähl-Herausforderung. Schließlich stecken mehr Atome in einem Mol, als es Sterne im Universum gibt. Eine Aufgabe also, die locker ein ganzes, hellwaches Wissenschaftlerleben ausfüllen kann.

Im Labor im Erdgeschoss des Friedrich-Paschen-Baus der PTB in Braunschweig befindet sich der wahrscheinlich kugeligste und sauberste Gegenstand der Erde. Es handelt sich um eine knapp zehn Zentimeter dicke Siliziumkugel, die in etwa ein Kilogramm wiegt. Arnold Nicolaus hat sie nach einer genau vorgeschriebenen Prozedur abgewischt, gewaschen und getrocknet. Das war nötig, weil es hier um millionstel Millimeter geht. Und ein Fingerabdruck auf der Kugel wäre um ein Vielfaches höher. Mühsam ist die Reinigung, aber danach liegt das Objekt blitzblank in einer Vakuumkammer, wo es extrem genau ausgemessen werden soll. Zunächst allerdings muss es sich der Umgebungstemperatur von exakt 20 Grad Celsius anpassen. Das dauert wieder ein paar Stunden.

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© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, WEB-Redaktion Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF