zum Seiteninhalt

Physikalisch-Technische Bundesanstalt

PublikationenZeitschriftenmaßstäbemaßstäbe 6 - Zeitgeschichten > Zeit für die Masse
maßstäbe Heft 6
Zeitgeschichten
 

Zeit für die Masse

Autor: Frank Frick

"Die Zeit flieht. Sie ist nicht greifbar, sie zerrinnt uns zwischen den Fingern. Und doch ist das Tempo, in dem sie sich davonmacht, so exakt definiert wie sonst nichts auf der Welt", begann 1992 ein Artikel im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Zwei Absätze weiter: "Die Masse ruht. Das Kilogramm ist eine sehr behäbige, aber ... ziemlich unberechenbare Größe. Wer genau wissen will, wie schwer ein Kilogramm ist, dem bleibt nichts anderes übrig, als nach Paris zu reisen." Diese Sätze über den Unterschied zwischen Zeit und Masse führen mitten hinein in die Arbeit eines exklusiven Zirkels von Experten: Für ein paar Dutzend Forscher weltweit, die ein neues Maß für die Masse suchen, ist die überall mögliche genaue Zeitmessung - Stichwort: Atomuhren - Vorbild und Ansporn.

So ergibt sich eine Verbindung zwischen der Zeit - dem Thema dieser maßstäbe-Ausgabe - und der Suche nach einer Neudefinition des Ur-Kilogramms. Doch eigentlich steht dieser Artikel aus einem anderen Grund hier: Er handelt von Forschung, die Zeit braucht. Und von einem Wissenschaftler, der seit mehr als 15 Jahren an einem weltweit einzigartigen Experiment arbeitet. Und davon, wie er damit umgeht, dass möglicherweise andere Forscher auf anderem Weg in kürzerer Zeit zum Ziel kommen. Sie finden die erste Erklärung dafür, warum hier über "Masseforschung" berichtet wird, überzeugender? Auch gut. Ach ja: Falls Ihnen die Frage auf der Zunge liegt, warum man nur in Paris ermitteln kann, wie schwer ein Kilogramm ist - der Artikel liefert die Antwort.

Mehr über ein weltweit einzigartiges Experiment finden Sie in der gedruckten Ausgabe.

Download im pdf-Format


© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, WEB-Redaktion Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF