
Autor: Axel Tillemans
Für Isaac Newton (1643-1727) war die Welt noch in Ordnung. "Die absolute, wahre und mathematische Zeit verfließt an sich und vermöge ihrer Natur gleichförmig und ohne Beziehung auf irgendeinen äußeren Gegenstand", behauptete er in seinen 1686 vollendeten "Principia". Er schrieb der Zeit damit mehrere Eigenschaften zu: Erstens ist sie absolut, also an jedem Ort des Universums die gleiche. Insbesondere werden sich verschiedene Beobachter - auch dann, wenn sie sich relativ zueinander bewegen - immer darüber einig werden, ob zwei bestimmte Ereignisse gleichzeitig geschehen oder nicht. Zweitens vergeht die Zeit gleichförmig. Sie legt also keine "Zwischenspurts" ein oder macht einfach mal Pause. Subjektiv hat zwar jeder von uns in manchen Situationen schon die Erfahrung gemacht, dass die Zeit scheinbar mal schneller, mal langsamer vergeht, manchmal sogar stillsteht. Aber ein Blick auf eine Uhr lässt die meisten von uns auch in solchen Situationen nicht daran zweifeln, dass die Zeit objektiv gleichmäßig fortschreitet. Drittens steht die Zeit zu keinem äußeren Gegenstand in Beziehung. Es gibt nach Newton also nichts - keine Maschine, keine Wechselwirkung, kein Naturgesetz - was den gleichförmigen Fluss der Zeit irgendwie beeinflussen könnte.
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