
Autorin: Brigitte Röthlein
Uhren sind Statussymbole. Früher galt der Mann von Welt als wohlhabend, wenn er eine dicke französische Taschenuhr, eine Zwiebel, aus der Westentasche hervorzog, heute zeigt die edle Armbanduhr am Handgelenk, dass man zu denen gehört, die sich etwas leisten können. Und beispielsweise die Zytglogge am Berner Stadttor oder der Londoner Big Ben sind Touristenattraktionen und berühmte Zeitgeber für ihre Stadt.
Auch die Nationen haben ihre Vorzeige-Uhren. Sie sind ausschlaggebend dafür, welche Position das Land in der wissenschaftlichen Gemeinschaft der Metrologen einnimmt und welche Rolle es spielt bei der internationalen Festsetzung und Kontrolle der Zeit. Die deutschen Spitzenuhren findet man in Braunschweig, in der Bundesallee 100. Dort, in der sorgfältig von der Umwelt abgeschirmten Uhrenhalle der PTB, leben drei Generationen von Uhren unter einem Dach. "Leben" ist hier das richtige Wort, obwohl es sich natürlich nur um Gegenstände handelt. Aber die Braunschweiger Uhren leben in zweierlei Hinsicht: Erstens arbeiten sie unermüdlich, und zwar sehr genau, und zweitens werden sie von ihren Betreuern ständig weiterentwickelt, verbessert und verfeinert. Ein unaufhörlicher Reifeprozess ist das, der dazu führt, dass die Zeitmessung immer zuverlässiger und genauer wird.
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