
Autor: Ute Kehse
Um zu erkennen, dass die Erde keine Scheibe ist, können wir die Erde auf den Ozeanen einmal umsegeln; oder wir fliegen in Richtung Mond und sehen uns die Erde von außen an; oder – und das ist der kürzeste Weg – wir besuchen die PTB in Braunschweig und staunen darüber, dass sich die Erdkrümmung auch auf spiegelglatten, ebenen Flächen zeigt und dass sich auch Nanometerhügel messen lassen.
Die runde, mit Aluminium beschichtete Glasplatte, etwa 15 Zentimeter im Durchmesser, ist ein perfekter Spiegel. Makellos glänzt die silberne Oberfläche, ohne jede Verzerrung ist die Decke der Versuchshalle im Von-Laue-Bau der PTB in Braunschweig auf der Scheibe zu sehen. Perfekt ist der Prüfling allerdings nur für menschliche Augen: „Das ist nur eine Allerwelts-Planfläche“, sagt Ralf Geckeler von der Arbeitsgruppe „Bildoptik“. Denn in Wirklichkeit türmen sich 30 Nanometer hohe Berge auf der Scheibe, viele Atomdurchmesser tiefe Gräben durchziehen das Werkstück. Kurz: Die Topographie ist so rau wie eine Hochgebirgslandschaft. „Gute“ Flächen sind wesentlich ebener. „Die haben Höhenunterschiede von wenigen Nanometern“, berichtet Geckeler.
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