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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

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maßstäbe Heft 5
Kleine Größen

Atome in der Rasterfahndung

Autorin: Almut Bruschke-Reimer

Mit Atomen kann man nicht Lego spielen? Man kann - wenn man ein Rastertunnelmikroskop zu Hilfe nimmt, wie es als einer der Ersten Donald M. Eigler 1990 tat. Im kalifonischen Almaden Research Center nutzte der Physiker dieses damals gerade frisch erfundene Mikroskop als Nanopinzette. Stück für Stück baute er damit 35 einzelne Xenon-Atome auf einem Nickelkristall zum Logo seines Arbeitgebers IBM zusammen. Das Rezept zum Nachmachen, das den Werbetextern von IBM ungeheuren Spaß gemacht haben muss: "Sprühen Sie ein paar Xenon-Atome auf ein Nickel-Einkristall, das Sie mit flüssigem Helium auf -269 °C abgekühlt haben. Nachdem sie sich beruhigt haben, ziehen Sie Atom für Atom mit der Spitze eines Rastertunnelmikroskops vorsichtig an die gewünschte Stelle. Halten Sie zwischen den Atomen bitte den genauen Abstand von 13 Ångström (0,0000013 mm) ein. Viel Erfolg."

Viel Erfolg hatte dieses "Rezept" tatsächlich, inspirierte es doch zahlreiche Forschergruppen, selbst Hand an die Atome zu legen – und dies nicht nur zum atomaren Nachbau hauseigener Logos.

Wie alles begann und was heute möglich ist - das verraten Ihnen die gedruckten maßstäbe.

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© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, WEB-Redaktion Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF