
Autor: Rainer Scharf
Messen ist eine Kunst - faszinierend, aber manchmal auch unbefriedigend. Wer sich intensiv damit befasst, stößt an Grenzen, die der Zufall vorgibt.
In der PTB in Braunschweig, arbeiten Gerhard Bönsch und seine Kollegen mit Messunsicherheiten von weniger als einem zehntausendstel Millimeter. So genau können sie die Länge von Endmaßen messen. Solche Endmaße sehen aus wie Bauklötze, sind aber Präzisions-Werkstücke - äußerst sorgfältig gefertigte Quader aus verschleißfesten Materialien wie Stahl, Wolframkarbid oder Keramik. Sie werden in der Industrie benutzt, um zum Beispiel zu überprüfen, ob Mikrometerschrauben die geforderte Messgenauigkeit besitzen oder ob Präzisionswerkstücke die richtige Größe haben. "Durch häufige Verwendung nutzen Endmaße ab und werden ungenau", erklärt Gerhard Bönsch. Deshalb müssen sie von Zeit zu Zeit überprüft werden, zum Beispiel durch direkten Längenvergleich mit besonders genauen und entsprechend kostbaren Endmaßen. "Manche Firmen bewahren sie sogar im Safe auf", berichtet Bönsch, der seit kurzem im Ruhestand, aber für die maßstäbe noch einmal in sein ehemaliges Büro gekommen ist.
Wer wissen will, mit welchen Unsicherheiten eine "exakte" Längenmessung zu kämpfen hat, erfährt mehr in den gedruckten maßstäben.
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