
Autor: Jens Simon
In der Welt ist der Zufall schon lange, eigentlich seitdem es die Welt gibt. In die Physik dagegen kam der Zufall erst vor knapp 150 Jahren. Als Reisemittel benutzte er die Wärmelehre, die Thermodynamik, oder genauer: ihre statistische Interpretation. War die Welt zuvor fest gegründet auf der Vorstellung, dass sich alles, was ist und sein wird, im Prinzip berechnen ließe, so tauchte jetzt erstmals der Begriff Wahrscheinlichkeit in einer physikalischen Theorie auf. Die "großen" (Makro)Phänomene wie Wärme oder Druck wurden mikroskopisch gedeutet, als Ergebnis einer ungeordneten Bewegung der Atome und Moleküle auf der Mikroebene. Wobei das Große sich lediglich als das statistische Mittel der mikroskopischen Verhältnisse entpuppte. Und plötzlich basierte alles auf den Gesetzen des Zufalls.
PTB, Planck-Bau, September 2003
Man macht schon was mit - das kann ich Ihnen sagen. Jetzt hänge ich hier schon seit Tagen in dieser engen, stählernen Flasche herum. Total finster ist es und eng, unglaublich eng. Ständig werde ich angerempelt und herumgeschubst. Das macht einen Druck! Aber das Schlimmste kommt ja erst noch. Der Peter Ulbig und der Fritz Weber, in derem Labor ich unfreiwillig festsitze, haben schon alles vorbereitet. Ach, habe ich mich eigentlich vorgestellt? Ich bin ein Stickstoffmolekül und nenne mich einfach Ego-N2 oder - für meine Freunde - Egon.
Egons ganze, wahre Geschichte, die viele andere auch erzählen könnten, lesen Sie in den gedruckten maßstäben.
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