
Autor: Jens Simon
Dabei hat doch für die Menschheit alles ganz harmlos angefangen, damals 1798. Der 21-jährige Carl Friedrich Gauß sinnierte darüber, wie Beobachtungsfehler entstehen. Vielleicht, so stellen wir uns vor, saß er in seiner Göttinger Studentenbude, hatte für heute genug davon, mathematisches Wunderkind zu sein, schaute hinaus auf den benachbarten Kirchturm und spielte gedankenverloren mit dem Lineal auf seinem Stehpult. Wie hoch mag dieser Kirchturm sein, so mag er sich gefragt haben. Schon hält er sein Lineal vors Auge, liest einmal ab und noch einmal und noch einmal. Und welch Verblüffung: Es kommt nie derselbe Wert heraus. So stellen wir sie uns vor - die Geburtsstunde der Normalverteilung, der Kurve, die uns regiert: der Gaußschen Glockenkurve.
Anfang und Ende vom Letzten finden Sie in den gedruckten maßstäben.
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