
Autorin: Erika Schow
Ein großes Talent, dieser Undercover-Agent: Unerkannt ist er quer durch das Land gereist und hat Kontakt mit den Mitgliedern der "Vereinigung des Bösen" aufgenommen. Und jetzt funkt er. In aller Seelenruhe. Verschlüsselt. Und was am anderen Ende der Welt die Entschlüsselungexperten in die Zentrale bringen, sind allerfeinste Tatsachen: zum Beispiel, wo das Hauptquartier liegt und wie groß es ist.
"Da liegt der Tumor", sagt Rainer Macdonald und zeigt auf ein Foto auf einem Poster. Eine Maus mit einem leuchtenden Fleck auf der rechten Körperseite. Was hier leuchtet, ist nicht der Tumor selbst, sondern der "Agent" - ein Kontrastmittel, das die Forscher der Maus gespritzt haben. Es hat die Krebszellen im Körper der Maus aufgespürt und sich an sie geheftet. Um Kontakt mit ihrem Agenten aufzunehmen, bestrahlen die Wissenschaftler die Maus mit Laserlicht einer ganz bestimmten Wellenlänge (in diesem Fall 740 nm), das mehrere Zentimeter tief in das Gewebe eindringt. Der Agent antwortet - will sagen: das Kontrastmittel leuchtet auf - und verrät den Sitz des Tumors. "Eine faszinierende Sache, nicht wahr?" sagt Macdonald. "Stellen Sie sich vor, ein Arzt muss nur einen solchen Stoff spritzen, und wir können dann mit Hilfe von Laserlicht und einer Spezialkamera Tumore im Körper aufspüren."
Die Fortsetzung dieser doppelten Agentenstory lesen Sie in den gedruckten maßstäben.
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