
Autorin: Doris Marszk
Nackt, muskulös und geschmeidig: So überlieferte die griechische Antike die Körpergestalten ihrer Athleten, die zu den Olympischen Spielen antraten. Man könnte einem von ihnen einen Namen geben, etwa Alkidamos. Vielleicht war er jung im Sommer 256 v. Chr., das ein olympisches Jahr war. Vielleicht auch im Jahr 396 v. Chr. oder 408 v. Chr. In jedem Fall kann er auf eine jahrhundertelange Tradition von Olympia und den anderen panhellenischen Sportfesten in Delphi, Isthmos und Nemea zurückblicken.
Alkidamos' Olympiateilnahme ist schon fast perfekt durchorganisiert. Er reist in die Landschaft der westlichen Peloponnes, wo er sich in der Stadt Elis für die Olympien, die olympischen Spiele, anmeldet. Die Hellanodiken, die die Spiele vorbereiten, begutachten ihn. Vielleicht ist Alkidamos erst 16 oder 17, geht aber, wegen seiner Muskelmasse, schon als Mann durch, was ihn mit Stolz erfüllt. Und dann trainiert er 30 Tage lang im Gymnasion von Elis für Olympia, bevor er nach dem zweiten Vollmond nach der Sommersonnenwende mit den anderen Wettkämpfern ins nahe gelegene Olympia kommt. Olympia ist eine alte Kultstätte, unbewohnt zwar, doch mit ständigem Personal belegt, das für die Olympien im Einsatz ist.
Ob Alkidamos seinen Wettkampf gewinnt, lesen Sie in den gedruckten maßstäben.
Druckansicht,