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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

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maßstäbe Heft 2
Größen des Sports

Kreisen im Thermikschlauch

Autor: Nicole Geffert

Fliegen wie ein Vogel. Gleitschirmflieger haben sich diesen Menschheitstraum erfüllt - ganz ohne Motor und Mantel aus Stahl. Sie spüren die Kraft des Windes unmittelbar und nutzen ihn wie ein Adler, der sich mit ausgebreiteten Schwingen in die Höhe schraubt.

Bassano del Grappa, 80 Kilometer westlich von Venedig. Hier münden die bewaldeten Ausläufer der Dolomiten in die weite Po-Ebene. In diese Region zieht es zu jeder Jahreszeit Gleitschirm- und Drachenflieger. "Die Thermik stimmt hier", sagen Götz Baumgarten und Horst Altmann, die für ein Flugwochenende aus München angereist sind. Auf dem Rücksitz des Autos drängen sich zwei überdimensionale Rucksäcke. Darin verpackt sind die zwei mal zwölf Meter großen Gleitschirme aus Nylon, Gurtzeug samt Protektor (eine gepolsterte Sitzschale) Rettungsfallschirm, Helm sowie Messgeräte.

Das wichtigste Instrument ist das Variometer. Handlich wie ein Taschenrechner, liefert das Gerät dem Piloten alle für den Flug relevanten Daten. Zum Beispiel die Temperatur der Umgebungsluft (in °C), die ein Sensor misst. "Dieser Wert zeigt uns bei der Auffahrt zum Startplatz, ob die Temperatur mit zunehmender Höhe steigt oder sinkt", erklärt Baumgarten. "Sinkt sie, verspricht es gute Thermik." Thermik, das ist das Schlüsselwort für Gleitschirmflieger. Es bedeutet, dass vertikale Luft schlauchartig aufsteigt, weil sie wärmer als die Umgebungsluft ist. Diesen Aufwind nutzt der Gleitschirmflieger, um Höhe zu gewinnen.

Wie das Variometer funktioniert und warum manchmal ein Messgerät namens "Popometer" auch eine Rolle spielt, lesen Sie in den gedruckten maßstäben.

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© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, WEB-Redaktion Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF