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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

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maßstäbe Heft 2
Größen des Sports

Hightech-Becken und Haifischhaut

Autor: Jan Oliver Löfken

"Sydney hat das schnellste Wasser der Welt" - in vollkommener Einigkeit schwärmten Schwimmer und Sportreporter über die Wettkampfbedingungen im Aquatic Centre bei den letzten Olympischen Sommerspielen. Hinter den 14 Weltrekorden, die während der zwei Wochen in der australischen Wunderwanne aufgestellt wurden, steckt viel High-Tech und Messtechnik.

Wie kann - bei streng eingehaltenen internationalen Standards - ein Schwimmbad "schnell" und ein anderes "langsam" sein? - Indem man das Strömungsverhalten des Wassers beeinflusst. Je gleichförmiger das Nass am Schwimmer vorbeirauscht, desto weniger Widerstand setzt es dem Athleten entgegen und er gewinnt wertvolle Zehntelsekunden. Beim Bau des Aquatic Centre von Sydney haben die Konstrukteure peinlich genau darauf geachtet, dass abbremsende Turbulenzen im Wasser möglichst vermieden werden. Speziell geformte Trennschnüre zwischen den acht Wettkampfbahnen "verschlucken" die vom benachbarten Schwimmer erzeugten Wellen.

In Sydney hatten Badeanzüge aus "Haifischhaut" ihren ersten großen Auftritt. Galten bisher rasierte Beine und Glatzenschnitt als Garanten für einen turbulenzfreien Sieg, zeigte sich nun, dass mikrostrukturierte Gummistoffe das Wasser geordneter vorbeigleiten lassen als möglichst glatte Oberflächen.

Wie diese Stoffe aussehen, die zum Beispiel dem australischen "Wunderschwimmer" Ian Thorpe zu seinen Medaillen verhalfen, lesen Sie in den gedruckten maßstäben.

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© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, WEB-Redaktion Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF