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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

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maßstäbe Heft 2
Größen des Sports

Der süße Punkt

Autor: Frank Frick

Moderne Messverfahren können helfen, die existenzielle Frage des Tennissports "Aus oder Nichtaus" zu beantworten. Außerdem liefern sie Erkenntnisse, dank derer Spieler gezielter trainieren und Sportfirmen bessere Schläger bauen.

In Wimbledon, dem Mekka des Tennissports, piept es. Mit einem durchdringenden Laut meldet das "magische Auge", dass ein Aufschlag zu lang geraten ist. Denn der Ball hat ein Bündel von Infrarot-Strahlen passiert, das einen Zentimeter über dem Boden direkt hinter der Aufschlaglinie den Platz quert. Das System "Cyclops" - so der offizielle Name - funktioniert somit nach dem Prinzip einer Lichtschranke. Während sein erster Einsatz 1980 noch erregte Debatten auslöste, bezweifelt heute niemand mehr ernsthaft, dass es korrekt arbeitet. Das magische Auge hat allerdings blinde Flecken: Geht der Ball sehr weit fehl, passiert er die Infrarot-Strahlen nicht und das Piepsen bleibt aus. Aus Sicht mancher Spieler hat das System vor allem den Nachteil fehlender Beeinflussbarkeit: "Ich würde Linienrichter bevorzugen, weil ich mit Cyclops nicht sprechen kann", sagte Boris Becker einmal.

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© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, WEB-Redaktion Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF